em Bürgermeister und dem Arzt zu verstehen, dass sie darüber schlecht informiert sind. Er hatte diese Sachen ganz anders gehört. In einem sonderbar gebrochenen Deutsch sagte er dann seine Meinung.
 
1.der alte Herr bat .... um Entschuldigung - starszy pan przepraszał
2.hatten ... sehr gern - bardzo lubili
3.es kam aber auch vor -  zdarzało się  jednak również
4.weil (er) ... als Muster für Bildung und Verstand galt - ponieważ uchodził za wzór wykształcenia i rozumu
5.am meisten von allen -  najwięcej ze wszystkich
 
Zum großen Ärger des Bürgermeisters hielten die anderen diese Meinung für richtig, denn er musste als Engländer natürlich alles besser wissen. Wenn der Bürgermeister und der Arzt eine Partie Schach spielen wollten, erschien auch gleich der Neffe, schaute mit seiner großen Brille dem Bürgermeister über die Schulter und kritisierte diesen oder jenen Zug . Er schlug auch dem Arzt vor, wie er spielen sollte. Das machte beide Herren ärgerlich. (2)
Man hatte bisher in Grünwiese] fast jeden Abend Karten gespielt, eine Partie um einen halben Kreuzer. Das fand der Neffe nicht elegant. Er behauptete, dass man um Taler spielen muss. Die Herren fühlten sich dadurch etwas beleidigt. Da aber der Neffe große Summen an sie verlor (3), hatten sie ein reines Gewissen. "Er ist ein Engländer, also von zu Hause aus reich (4)", sagten sie und steckten die Taler in die Tasche.
So war der Neffe des fremden Herrn in kurzer Zeit in Grünwiesel und Umgebung sehr bekannt. Die Leute konnten sich nicht erinnern, dass sie einen so netten jungen Menschen wie den Neffen schon einmal gesehen hatten. Man konnte nicht sagen, dass er außer Tanzen etwas gelernt hatte. Von Latein und Griechisch hatte er keine Ahnung (5). 
 
1.er kritisierte diesen oder jenen Zug - krytykował ten lub tamten ruch
2.das machte beide Herren ärgerlich - to irytowało obu panów
3.da aber der Neffe große Summen an sie verlor - ponieważ jednak bratanek przegrywał do nich wysokie sumy
4.von zu Hause aus reich - bogaty z domu
5.(er) hatte keine Ahnung von ... - nie miał pojęcia o ...
 
Bei einem Gesellschaftsspiel im Hause des Bürgermeisters sollte er etwas schreiben. Da zeigte es sich, dass er nicht einmal (1) seinen Namen richtig schreiben konnte. In Geographie machte er die auffallendsten Irrtümer, er versetzte eine deutsche Stadt nach Frankreich oder eine dänische nach Polen. Er hatte nichts gelesen, nichts studiert, aber trotzdem fand man alles richtig, was er sagte oder tat. Er wollte immer Recht haben (2)  , am Ende sagte er gewöhnlich: "Ich weiß das besser!"
So kam der Winter heran, und jetzt hatte der Neffe noch größeren Erfolg. Man fand jede Gesellschaft langweilig, wo er nicht anwesend war. Man lachte, wenn ein vernünftiger Mann etwas sagte. Wenn aber der Neffe etwas in schlechtem Deutsch sagte, hörten alle zu. Es zeigte sich, dass der junge Mann auch ein Dichter war. Fast jeden Abend zog er ein Stück Papier aus der Tasche und las der Gesellschaft seine Gedichte vor (3). Einige Leute behaupteten zwar, dass diese Gedichte keinen Sinn haben oder dass sie sie schon irgendwo gelesen hatten, aber der Neffe las und las, machte dann auf die Schönheit seiner Gedichte aufmerksam (4) und erhielt immer Beifall.
Sein Triumph waren aber die Bälle in Grünwiesel. Niemand tanzte besser und schneller als er. Niemand konnte solche Sprünge machen wie er. Dabei war er immer nach der neuesten Mode (5) gekleidet. Früher hatte immer der Bürgermeister persönlich den Ball eröffnet.
 
1.nicht einmal - nawet nie
2.er wollte immer Recht haben - chciał mieć zawsze rację
3.(er) las .... seine Gedichte vor - czytał swoje wiersze na głos
4.(er) machte auf die Schönheit seiner Gedichte aufmerksam - zwracał uwagę na piękno swoich wierszy
5.nach der neuesten Mode - według najnowszej mody
 
Die jungen Leute hatten dann das Recht die übrigen Tänze zu führen. Jetzt war aber alles anders. Ohne viel zu fragen (1) nahm der fremde junge Herr die nächste Dame bei der Hand, stellte sich mit ihr an die Spitze (2). Er machte alles, wie es ihm gefiel, er war Tanzmeister und Ballkönig. Da aber den Frauen diese Manieren gefielen, konnten die Männer nichts dagegen machen. Auch der alte Herr war mit den Bällen sehr zufrieden. Er verlor seinen Neffen nicht aus dem Auge und freute sich, wenn alle Leute kamen und ihm gratulierten, dass er ihn so gut erzogen hatte. Ab und zu musste er aber mit ihm noch streng sprechen. Es konnte nämlich vorkommen (3), dass der junge Mann im Tanz plötzlich auf die Bühne sprang und den Musikanten die Instrumente aus den Händen riss. Fr versuchte auch selbst zu spielen. Manchmal begann er auf den Händen zu tanzen. Da erschien gewöhnlich der Onkel, nahm ihn zur Seite und machte ihm dort Vorwürfe (4). Danach benahm sich der junge Mann wieder manierlich.
Es ist gewöhnlich so, dass sich die schlechten Sitten schneller verbreiten als die guten. Wenn eine neue, auffallende Mode auch lächerlich ist, so hat sie doch etwas Ansteckendes (5) für junge Leute, die das Leben noch nicht gu