dass es so undeutlich wie englisch geklungen hatte. Auf diese Weise erhielt der Neffe seinen Namen. Man sprach jetzt nur von dem jungen Engländer im Städtchen.
Aber auch der junge Engländer zeigte sich nicht in der Stadt. Er kam nicht auf die Kegelbahn, auch nicht ins Wirtshaus. Nur ab und zu hörte man in dem sonst stillen Haus (4) des Fremden ein Geschrei, dass die Leute vor dem Haus stehen blieben. Man konnte dann sehen, wie der junge Engländer im roten Frack mit schrecklicher Miene durch alle Zimmer hin und her (5) lief. Hinter ihm war der alte Herr mit einem Stock in der Hand zu sehen. Dann hörte man wieder ein Geschrei. Die Frauen des Städtchens hatten Mitleid mit dem jungen Engländer. Sie gingen zum Bürgermeister und baten ihn, etwas in dieser Sache zu tun.
 
1.(er) drückte ihm ... in die Hand  - wcisnął mu ... do ręki
2.(er) hatte keine Fragen mehr - nie miał już żadnych pytań
3.schade dass ...  - szkoda, że ...
4.in dem sonst stillen Haus  - w zazwyczaj cichym domu
5.hin und her - tam i z powrotem
 
Der Bürgermeister schrieb schließlich einen kurzen Brief an den Fremden. Er bat ihn darin, den Neffen etwas milder zu behandeln. Solche Szenen sollten sich nicht mehr wiederholen.
Der Bürgermeister war sehr erstaunt, als der Fremde dann persönlich zu ihm nach Hause kam. Es war das erste Mal seit zehn Jahren. "Entschuldigen Sie, bitte, Herr Bürgermeister, wenn ich durch meine Erziehungsmethoden die Ruhe in der Stadt gestört habe. Vor den Eltern bin ich aber für die entsprechende Erziehung des Neffen verantwortlich. Es ist sonst ein kluger Junge, aber die Fremdsprachen erlernt er sehr schwer. Ein paar Schläge ab und zu helfen ihm beim Unterricht. Ich möchte, dass mein Neffe bei mir gut Deutsch lernt. Dann will ich ihn in die Gesellschaft von Grünwiesel einführen." Der Bürgermeister war mit dieser Erklärung des Fremden zufrieden und verabschiedete sich freundlich von ihm. Im Wirtshaus erzählte er dann, dass er selten einen so netten Mann wie den Fremden gesehen hatte. "Es ist nur schade", sagte der Bürgermeister, "dass er so wenig in Gesellschaft kommt (2). Ich denke aber, dass sich alles ändert, wenn der Neffe schon ein wenig Deutsch spricht."
Man hielt den Fremden jetzt für einen netten Mann und viele wollten ihn näher kennen lernen. Es war ganz in Ordnung, wenn man in seinem Haus ab und zu ein Geschrei hörte.
 
1.(sie) baten ihn etwas in dieser Sache zu tun - prosili go, aby uczynił coś w tej sprawie
2.dass er so wenig in Gesellschaft kommt - że tak mało obraca się w towarzystwie
 
"Er gibt dem Neffen Unterricht in der deutschen Sprache" (1), sagten die Einwohner von Grünwiesel und blieben nicht mehr vor dem Haus stehen.
Nach etwa drei Monaten war der Deutschunterricht wahrscheinlich zu Ende (2) , denn es begann eine neue Etappe in der Erziehung. Im Städtchen lebte ein alter Franzose, der den jungen Leuten Unterricht im Tanzen gab. Der Fremde bat ihn, seinem Neffen Tanzunterricht zu geben. Der Neffe hatte schon früher bei einem anderen Meister tanzen gelernt. Es war aber nach einer ganz anderen Methode (3) gewesen. Jetzt sollte er die Tänze kennen lernen, die man in Deutschland tanzt, zum Beispiel den Walzer. Der Neffe hielt sich für einen großen Tänzer und war wirklich begabt. Der Fremde versprach dem Tanzmeister einen Taler für die Stunde. So begann der Tanzunterricht.
Diese Tanzstunden waren, wie der Franzose in der Stadt erzählte, ziemlich sonderbar. Der Neffe, ein ziemlich großer schlanker junger Mann, der nur etwas zu kurze Beine hatte, erschien in einem roten Frack, grüner Hose und weißen Handschuhen. Er sprach wenig und mit einem fremden Akzent. Am Anfang war er immer ruhig und befolgte die Anweisungen des Tanzmeisters (4).
 
1.Er gibt dem Neffen Unterricht in der deutschen Sprache.  - Udziela bratankowi lekcji języka niemieckiego.
2.war der Deutschunterricht ... zu Ende - lekcje niemieckicgo się skończyły
3.nach einer ganz anderen Methode - według zupełnie innej metody
4.(er) befolgte die Anweisungen des Tanzmeisters - stosował się do wskazówek nauczyciela tańca.
 
Es passierte aber auch, dass er verschiedene Sprünge machte, die mit Tanzen nichts zu tun hatten (1). Wenn der Tanzmeister ihn zurechtweisen wollte, zog der Schüler die Tanzschuhe von den Füßen, warf sie dem Franzosen an den Kopf und sprang auf allen Vieren (2) im Zimmer umher. Der Tanzmeister war ratlos. Da erschien gewöhnlich der alte Herr mit dem Stock in der Hand. Der Neffe begann zu heulen, sprang auf Tische und hohe Kommoden und sprach eine fremde, seltsame Sprache. Der alte Herr verlor aber die Ruhe nicht. Er zog den Neffen am Bein hinunter und gab ihm ein paar Schläge. Das half gewöhnlich immer und die Tanzstunde konnte ohne Störung weitergehen.
Der Neffe machte Fortschritte im Tanzunterricht. Als man schon Musik zu der Stunde nehmen konnte, war er wie verändert. Der alte Herr mietete den Stadtmusikanten, der während der Stunde im großen Zimmer des Hauses auf dem Tisch saß. Der Tanzmeister erschien in einem Frauenkleid aus Sei